Männer und Kuscheltiere

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Zwei kleine Jungen warten im Buggy auf ihre Mutter, die gleich wieder kommt. Aber ein wenig verlasssen fühlen sie sich und sie brauchen Schutz. Den haben sie: das Kuscheltier und das Spielgewehr. Worauf werden sie in ihrem Leben mehr vertrauen?

Es gibt eine interessante Fotoausstellung:

Fotoausstellung “Männer und ihre Kuscheltiere
– zwischen Nähe und Distanz”: vom 03.09.2008 bis Ende Dezember 2008 im Rathaus der Stadt Harsewinkel in Nordrhein-Westfalen

mehr unter: www.harsewinkel.de

Das Kuscheltier aus Kindertagen verlieren manche Männer nie aus den Augen: Für die Fotoausstellung «Zwischen Nähe und Distanz – Männer und ihre Kuscheltiere» im Rathaus Harsewinkel haben sich rund 80 Männer mit ihren Teddys vor die Kamera gewagt. Das teilte die Stadt mit.

Für viele der Männer sei der Fototermin Anlass gewesen, sich an die eigene Kindheit und «längst vergessene Träume, Sehnsüchte und Wünsche» zu erinnern. Fotografin Dietlind Brödel-Waschke habe die Erinnerungen aufgeschrieben, die mit einer Auswahl von 60 Fotos im Rathaus gezeigt würden. Die Ausstellung ist vom 3. September bis Ende Dezember im Rathaus der Stadt zu sehen.

Die sollte man und frau sich vielleicht mal ansehen.

Dass Fünfjährige ihren Pflegetrieb offen an ihren Kuscheltieren austoben und Rotz und Wasser weinen können, wenn dieses Kuscheltier verschunden ist, das zeigte sich ja schon in meiner ersten Untersuchung.

Was aber ist mit erwachsenen Männern?
Bei meinen Internetrecherchen zum Thema Kuscheltier Blogs stieß ich wiederholt auf Chaträume und Blogs, in denen sich Männer über solche Fragen unterhielten wie “Hattest du auch als Kind ein Kuscheltier?”
Die Antworten klingen aber alle nicht unbedingt so, als würden die Männer zu ihrer Kindheitsliebe stehen. Die meisten reagierten ironisch und machten sich lustig über das Kuscheltier und diejenigen, die an ihm hängen. Besonders beliebt waren aggressive und unterschwellig auch aggressiv-sexuelle Tönungen in diesen super-coolen Beiträgen.
Sie konnten als Erwachsene nicht einmal zu ihren kindlichen Gefühlen stehen.

Na, dann können wir ja mal auf die kommende Generation hoffen.
Allerdings gibt es auch Männer die zu ihren intensiven Kuscheltiererfahrungen stehen. Ich kenne gleich ein halbes Dutzend. Alle sind über 60. Im Buch “Der Blick des Teddybären”, in denen Christa Frey Teddy-Erlebnis-Geschichten gesammelt hat, steht auch eine Geschichte, die ein Mann geschrieben hat, immerhin! Und sein Bär hieß ausgerechnet Schnauzi, so wie meiner.

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Sollte es auch jüngere Männer geben, die sich noch gerne an ihr Lieblingskuscheltier erinnern?

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