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25.11.2008 von admin.
In irgendeiner Stadt, ich weiß nicht mehr wo und warum ich dort war, fiel mir abends so gegen 21.00 Uhr eine ältere Frau auf, die vor dem Schaufenster eines Spielwarenladens stand. Es war schon dunkel und die Straßen waren ziemlich leer. Ich sah, dass sie etwas verwahrlost aussah, auch verwirrt, ich vermute, sie war eine Alzheimerpatientin. Ich hatte wenige Wochen vorher eine ähnliche alte Dame getroffen, die aus einer Pflegeeinrichtung weggelaufen war und nun in den Straßen der Stadt herumirrte und Wege und Ort suchte, die sie aus ihrer Kindheit kannte. So etwas wird hier vermutlich auch vorgelegen haben. Diese Frau stand jedenfalls vor dem Schaufenster und betrachtete dort aufgebaute Kuscheltiere. Sie trat von einem Bein auf das andere, ungeduldig und auch verzweifelt und jammerte leise vor sich hin „Teddy, mein Teddy, ich will meinen Teddy“. Der Anblick war herzzerreißend, anrührend und erschreckend zugleich. Diese Frau wurde umgetrieben von einem Bedürfnis, für das sie keine Erklärung mehr zu haben schien als diese Idee: Sie brauche so dringend einen Teddy.
Ich glaube, die Szene wurde dadurch unterbrochen, dass eine andere Frau zu ihr trat und sie vom Schaufenster wegzerrte. Es war ihr offensichtlich furchtbar peinlich, dass wir das Ganze mit angesehen hatten.
Solche Erfahrungen geben zu denken. Was kann ein Kuscheltier geben, was ein Mensch nicht geben kann, fragt man sich.
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