Archive für März 2009

Fragebogenergebnisse II


Hat jedes Kind ein Lieblingskuscheltier?  liebe-katze.jpeg

 

Die Frage, ob das entsprechende Kind ein Lieblingskuscheltier besitzt oder besaß, haben Eltern, Minderjährige und die erwachsenen, ehemaligen Kinder (hier weiterhin als “Ehemalige” bezeichnet) beantwortet.

 

Grafik 2: (Prozentwerte der jeweiligen Gruppenmitglieder)
Hat  ihr Kind, hast du oder hatten Sie ein Lieblingskuscheltier?

 fb2.jpg


Aus Sicht der Eltern und aus Sicht der Ehemaligen gab es durchaus öfter auch  kein Lieblingskuscheltier.

Bei den Minderjährigen sagen fast 50%, dass sie ein besonders Lieblingskuscheltier besitzen.

Noch höher liegt der Prozentsatz der Ehemaligen, die angaben, ein ganz bestimmtes Lieblingskuscheltier besessen zu haben (über 50%).

Mehrere Lieblinge haben 30% der Minderjährigen und ähnlich sehen es auch Eltern und Ehemalige.

Nur 20% der Minderjährigen und sogar nur 12% der Ehemaligen  geben an, dass sie überhaupt kein Lieblingskuscheltier haben.  Die Eltern gehen in etwa einem Drittel davon aus, dass ihr Kind keines seiner Kuscheltiere als Lieblingskuscheltier sieht.

 

Fragebogenergebnisse I

Wer hat mitgemacht?


telefon.jpg

Mein Assistent Klausi und ich haben folgende Ergebnisse ausgezählt:

 

  • Eltern: 35
  • Kinder und Jugendliche 19
  • Erwachsene mit Blick auf ihre Kindheit: 61
  • Erwachsene heute: 110

Grafik 1: Anzahl der TeilnehmerInnen in verschiedenen Gruppen:fb1.jpg

Kinder und Jugendliche haben nur vereinzelt den Fragebogen gefunden und dann beantwortet.

Eltern haben vielleicht wenig Zeit, ins Internet zu schauen. Sie sind leider nicht so oft vertreten, wie ich gehofft hatte, denn von Eltern kann man sicherlich viel erfahren, wenn es um Kuscheltiere geht.

Die Erwachsenen, die nicht mit Blick auf ihre Kinder, sondern mit Blick auf sich selber den Fragebogen beantwortet haben, waren deutlich mehr vertreten. Deutlich mehr Erwachsene beantworteten den Fragebogen mit Blick auf die eigene Kindheit.

Aber fast doppelt so viele Erwachsene beantworteten den Kuscheltier-Fragebogen im Bezug auf ihre aktuelle Lebensphase als Erwachsene.

Kuscheltiere sind also wirklich keine reine Kindersache??!!

Noch ein paar Informationen zur Zusammensetzung meiner Stichproben-Gruppen:


Kinderfragebogen:

Die meisten Minderjährigen waren über 16 Jahre alt (63%)

 

Elternfragebogen:

Mehr als 60% der Eltern waren unter 40 Jahre alt.

21% der Eltern waren Väter.

Knapp 70% der Eltern hatte 1 oder 2 Kinder.

30% der Eltern bezogen sich auf ein Kind unter 3 Jahren. Weitere 30% bezogen sich auf ein Kind zwischen 3 und 6 Jahren.

Die Kinder, auf die sich die Eltern bezogen, waren also in der Mehrzahl Klein- und Vorschulkinder.

 

Fragebogen für ehemalige Kinder:

69% der Befragten waren zwischen 20 und 30 Jahre alt.

15% waren männlich.

Das Alter, auf das sie sich bei der Beantwortung der Fragen bezogen, lag zu 27% zwischen 3 und 6 Jahren und zu 40% zwischen 6 und 12 Jahren.

Der Vergleich der drei Fragebögen ist deshalb mit Vorsicht zu handhaben, weil die jeweils gemeinten Altersstufen nur zum Teil übereinstimmen.

 

Erwachsenenfragebogen:

79% der Befragten waren unter 30 Jahren alt.

20% waren Männer.

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Mike, der Neue

Damit es auch alle wissen, wie ernst ich es meine mit der Wiederaufnahme meines Kuscheltier-Themas:

der-neue.jpg

Das ist Mike!

Ich habe mir einen neuen, einen letzten (?) Bären geleistet, einen , der so aussieht, wie die Bären, als ich klein war:
mit beweglichen Beinen und Armen und mit einer Bärenstimme, mit weichem Fell aber hartgestopftem Körper, mit großen Kopf aber nicht mit übermäßigem Kindchenschema, mit Armen, die immerhin bis auf die Oberschenkel reichen und mit einer gestickten Schnauze und wunderbaren Augen.
Es könnte der Enkel meines grauen Schnauzi sein, freilich hat über die Generationen hinweg irgendeine blonde Teddyschönheit dazwischen gefunkt.

Schnauzi habe ich mir mit 6 Jahren gekauft. Mike, so heißt mein neuer Freund, Mike habe ich mir mit 60 geleistet.  Nun sitzt er neben Schnauzi an meinem Bett und versucht, nicht so groß und auffällig auszusehen. Aber gegen den Schnauzigreis mit seinem abgegriffenen Fell und seinem erschlafften Greisenkörper wirkt er wie der strahende Teddygott, wie die Jugend in Person.  Mal sehen, ob die beiden sich vertragen.

6-und-60.jpg

Hypothesen und Gedanken

Ich melde mich zurück im Kuscheltierblog.

Für einige Monate hatte ich andere Themen, die meine ganze Aufmerksamkeit forderten, weniger schöne Themen als das Thema Kuscheltier.

Aber jetzt kann es wieder weiter gehen. Noch immer bin ich dem Geheimnis der Kuscheltiere auf der Spur.
Einen kleinen Schritt weiter bin ich durch den Online-Fragebogen gekommen, an dem viele der LeserInnen dieses Blogs teilgenommen haben - wofür ich herzlichen Danke sage!

Die Ergebnisse werde ich in den nächsten Wochen vorstellen und erläutern.

Soviel kann ich aber verraten:
1. Das Kuscheltierthema ist kein Thema, das sich in seiner Relevanz auf Kinder beschränkt.
2. Die besondere Rolle und Bedeutung der Kuscheltiere für Kinder und erwachsene Menschen, die weit, weit über das  hinausgeht, was sie ja eigentlich sind: ein bisschen Fell, Füllmaterial, 2 Augen, eine Schnauze…, diese Rolle wird immer klarer für mich: Das Verhältnis zwischen Mensch und Kuscheltier ist eine wirkliche Beziehung, eine Freundschaft, manchmal eine kleine Liebe.

schnauzi-klein.jpg

Schnauzi, meine große Liebe, als ich 6 Jahre alt war, heute sitzt er an meinem Bett und schaut mir zu.

Ob dabei das Verhältnis zum Kuscheltier als ein Ersatz für menschliche Beziehungen zu sehen ist, darüber möchte ich noch nicht urteilen. Ich glaube eher nicht oder zumindest ist das m. E. nicht das Entscheidende.  Ein Kuscheltier kann diesen Ersatzcharakter haben, aber es hat auch da seine besondere  Funktion, wo Menschen glücklich und geliebt und mit Freunden und Bekannten gut eingedeckt sind.

Sagen wir es einmal in aller Bescheidenheit anders: die Beziehung zu einem Menschen kann kein Ersatz sein für die Beziehung zu einem Kuscheltier.

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