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24.12.2009 von admin.
Geschichte aus meinen Elterninterviews Folge XII
Katrin hatte ihn schon zur Geburt geschenkt bekommen. Seit dem lag er in ihrem Bettchen oder im Kinderwagen und gehörte sozusagen dazu. Katrin nuckelte an ihm herum und lernte an ihm greifen. Wenn sie schlief, berührte manchmal ihre Hand sein Fell.
Aber sonst schien sie sich nicht viel aus ihm zu machen.
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Als Katrin zwei Jahre alt war, wurde sie zusammen mit ihrer Mutter zur Geburtstagsfeier bei einem Kind eingeladen, das sie nur flüchtig kannte. Die Mütter waren befreundet und Katrins Mutter fühlte sich bei ihrer Freundin wie zu Hause. So merkte sie nicht sofort, wie unwohl sich ihre Tochter unter den für sie fremden Leuten, den vielen Kindern und in der ungewohnten Umgebung fühlte. Sie klammerte sich an ihre Mutter, spielte nicht mit den anderen Kindern und wenn sie von einem Kind angesprochen wurde, sah sie weg und es kullerten ihre Tränen.
Dann kam ein Clown zur Tür herein, der Papa des Geburtstagskindes, und die anderen Kinder lachten sich halb tot über seine Witze. Katrin lachte nicht mit. Und plötzlich fing sie laut an zu schreien. Sie saß neben ihrer Mutter auf dem Fußboden und brüllte und nichts und niemand konnte sie wieder beruhigen. Die Mutter dachte schon daran, mit Katrin einfach wieder nach Hause zu gehen. Als sie ihre Handtasche zumachen wollte, fiel ihr Blick auf das Kuscheltier, das sie mitgenommen hatte, weil die Kinder vielleicht hier ein wenig schlafen sollten. Sie nahm es heraus und zeigte es Katrin, ein Versuch, von dem sie sich eigentlich nichts versprach.
Aber sie wunderte sich nicht schlecht, als Katrin nach dem kleinen Braunbären griff wie eine Ertrinkende. Sie seufzte tief und drückte den bisher kaum beachteten Bären heftig an sich, überschüttete ihn mit Küssen und weinte sein Fell nass. Aber je länger sie weinte, desto besser schien es ihr wieder zu gehen. Schließlich saß sie ganz ruhig und zufrieden neben ihrer Mutter, schaute den anderen Kindern zu und ihre Finger streichelten unablässig über das Fell ihres neuen Freundes.
Seit diesem Tag sind Katrin und Braunchen unzertrennlich.
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