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18.1.2010 von admin.
Ergebnisse aus unseren Elterninterviews:
Eine Reihe der Eltern zeigen sich skeptisch gegenüber der Fülle an Kuscheltieren, die in den Zimmern und Betten ihrer Kinder herrscht. Sie sprechen von einer “Kuscheltierschwemme” und fürchten, dass Kindern heute weniger in der Lage sein könnten, aus dieser Fülle das für sie wichtige Kuscheltier herauszufinden und eine kontinuierliche Beziehung zu ihm aufzubauen. In ihrer Kindheit, so erzählen sie, war das schon deshalb leichter, weil es gar nicht so viel Auswahl gab.
Wie sieht es also aus bei der Frage nach der engen Beziehung zu einem Lieblingskuscheltier?
Die überwiegende Zahl (67% der Kinder in den interviewten Familien) haben bzw. hatten über längere Zeit nur ein richtig wichtiges Kuscheltier.
4 Kinder dagegen haben keine Lieblingskuscheltiere und 4 Kinder wechseln ihre Lieblinge oft.
Die konkrete Befragung der Eltern nach den Unterschieden der Kuscheltierbeziehung in der eigenen Kindheit (vgl. Frage 10) und der der eigenen Kinder hat gezeigt, dass die heutigen Kinder keineswegs oberflächlichere oder unverbindlichere Kuscheltierbeziehungen eingehen.
Die Befürchtungen und Skepsis vieler Erwachsener, die sich an die heutige Kuscheltierschwemme knüpfen, sind offenbar mehr der Schwierigkeit der Erwachsenen geschuldet, sich in der Konsumfülle zu Recht zu finden. Die Kinder haben damit kaum Schwierigkeiten, sonst würden nicht 85% aus der mehr oder weniger großen Menge ihrer Kuscheltiere (schätzungsweise gibt es so zwischen 10 und 100 Kuscheltieren pro Kind) mit Souveränität das aussuchen können, ddem sie ihr Herz schenken wollen.
Das kleine Mädchen, das sofort merkt, welches – eigentlich für sie nicht wichtige – Kuscheltier die Mutter aus der Gesamtgruppe aller Kuscheltiere entfernt hat, um es zu entsorgen, zeigt, dass die Kinder außerdem über ihre engeren Lieblinge hinaus auch mit dem großen Rest ihrer Kuscheltierfamilie gut zurecht kommen und ein wachsames Auge über sie alle haben können.
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