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25.2.2010 von admin.
Geschichte aus unseren Elterninteviews
Folge XIX
Im Bett von Frau M. sitzt ein kleines abgegriffenes Kaninchen. Wie ist das da hingekommen?
Es ist nicht ihr altes Kuscheltier. Sie hatte auch welche, aber die sitzen heute an sicherem Ort auf einem Regal in ihrem Zimmer. Sie braucht sie nicht mehr, aber sie weiß genau, wo sie sind.
Wer ist also der kleine Bettpartner?
Das Kaninchen kam eines Abends sozusagen von alleine in ihr Bett und wird dort wohl noch sehr lange bleiben. Es ist ein Geschenk ihrer kleinen Tochter, ein Trostgeschenk sozusagen.
Es war eine Zeit, in der es ihr ziemlich schlecht ging. Sie hatte sich von ihrem Partner getrennt und das Leben fiel ihr sehr schwer. Das wusste die damals 7jährige Katrin auch.
Und eines abends fand Frau M. dann dieses kleines Kuschelwesen in ihrem Bett, mit einem kleinen Zettel dran: “das Kanienchen sol dich trösden” .
Seit dem darf es bleiben und wird heißgeliebt. Von Frau M.
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21.2.2010 von admin.
Ergebnisse aus unseren Elterninterviews:
Wie sieht das Beziehungsgefüge Kind-Kuscheltier-Eltern aus?
Teilt das Kind sein Kuscheltier mit den Eltern? Bezieht es die Eltern mit ein? Fühlen Eltern sich für die Kuscheltiere ihrer Kinder zuständig? Mögen sie sie? Was sind Kuscheltiere in den Augen der Eltern: Spielgefährten ihrer Kinder, Familienmitglieder oder nur Dreckfänger?
Dieses Thema kann in verschiedenen Aspekten beantwortet werden:
Welche Funktionen haben die Eltern im Bezug auf die Kuscheltiere aus Sicht ihrer Kinder
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Wie sehen die Eltern ihre eigene Funktion im Bezug auf die Kuscheltiere ?
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Welche Haltungen haben Eltern gegenüber den Kuscheltieren ihrer Kinder?
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Werden die Kuscheltiere in den Familienalltag eingebunden?
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Zusammengefasst :
In den meisten Fällen werden die Kuscheltiere auch von den Eltern respektiert und in Teile des Tagesablaufes einbezogen. Die meisten Eltern stehen den Kuscheltieren positiv gegenüber. Kinder erwarten von den Eltern, dass diese das Kuscheltier beachten und seine Bedeutung respektieren. Die meisten Kinder sind daran interessiert, dass die Eltern ihre Kuscheltiere auch liebhaben. Nur wenige Kidner betrachten ihre Kuscheltiere als Wesen, die exklusiv nur zu ihnen Kontakt haben sollen.
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18.2.2010 von admin.
Geschichte aus unseren Kuscheltierinterviews
Folge XVII
An einem Weihnachtsfest hatten sie beide den gleichen Teddy bekommen, sie und ihr Bruder. Aber die Teddys waren doch nicht ganz gleich, das waren sie nur auf den ersten Blick. Ihr Teddy schaute freundlich drein und der ihres Bruders blickte anders in die Welt, ein bisschen traurig, ein bisschen schief. Sie verliebt sich auf der Stelle in ihren Teddy - aber leider ihr Bruder auch. Der Vater versuchte den Teddymund vom Bruderteddy zu verändern, um ihm ein freundlicheres Gesicht zu geben, aber das nutzte nicht. Die ganze Kindheit begehrte der Bruder den Teddy seiner Schwester.
Irgendwann waren sie beide erwachsen, hatten selber Kinder und die alten Teddysorgen schienen vergessen.
Bis sie eines Tages ihren alten Teddy suchte und nicht mehr fand.
Schließlich wurde sie beim Bruder fündig. Der hatte sich den begehrten Teddy seiner Schwester beim letzten Besuch einfach unter den Nagel gerissen. Schließlich hatte der ganz unbeachtet bei seiner Schwester in irgend einer Ecke gesessen.
Jetzt - beide gehen auf die 40 zu - müssen die beiden wohl oder übel in Verhandlungen eintreten, um den weiteren Verbleib des einen, von beiden schon immer geliebten Bären abzusprechen, strittige Sorgerechtsfragen um einen alten Teddy sozusagen.
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13.2.2010 von admin.
Ergebnisse aus unseren Elterninterviews:
Hatten die Eltern selber Kuscheltier-Beziehungen?
Für eine große Anzahl der Befragten (20 von 46) bestand in ihrer eigenen Kindheit ebenfalls eine intensive Kuscheltier- Beziehung. Vier mal hatten Eltern allerdings intensivere Beziehungen zu Puppen als zu Kuscheltieren.Für 18 Eltern(paare) entsprechen die Kuscheltierbeziehungen ihrer Kinder den eigenen Erfahrungen mit Kuscheltieren in ihrer Kindheit.
6 Eltern(paare) haben den Eindruck, dass die Beziehung ihrer Kinder zu ihren Kuscheltieren intensiver ist als sie es bei ihnen selber war.
Nur in einem Fall waren die Eltern der Meinung, die Beziehung zu ihren eigenen Kuscheltieren sei intensiver gewesen als es jetzt die Beziehung ihrer Kinder zu Kuscheltieren ist.
Die eigenen Erfahrungen der Eltern spielen offenbar eine wichtige Rolle für das Interesse der Kinder an Kuscheltieren. Aber sie sind nicht allein ausschlaggebend. Es gibt durchaus Kinder, bei denen sich auch dann eine intensive Beziehung zu einem Kuscheltier entwickelt, wenn die Eltern eine solche Beziehung nicht selber erfahren haben, ihr aber positiv gegenüber stehen.
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9.2.2010 von admin.
kleine Kuscheltiergeschichte aus unseren Elterninterviews
Folge XVII
Patrick hat sich schon immer einen Affen gewünscht. Er hat eine ganze Reihe Kuscheltiere durch seinen Vorschulalltag geschleppt und in seinem Bett beherbergt. Aber einen Affen hatte er noch nicht. Den hatte er mal in einem Schaufenster gesehen und sich auf der Stelle in ihn verliebt. Aber er war den Eltern zu teuer.
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Dann kam der Tag der Einschulung. Die Kinder saßen aufgereiht in der Turnhalle ihrer neuen Schule. Die Rektorin stand vor ihnen und begrüßte sie, stellt ihnen ihre Lehrerinnen vor und versucht alles, den Kindern diesen Tag feierlich und schön zu gestalten. Die Eltern hockten ein wenig abseits auf den kleinen Kinderstühlen und beobachteten voller Stolz und Neugier den wichtigen Schritt ihrer Sprösslinge ins Schulleben. An der Wand aufgereiht standen lauter Zuckertüten, eine größer als die anderen, bunt, geschmückt mit allerlei Süßigkeiten und kleinen Kuscheltieren behängt und bestückt. Und die Augen der Kinder wanderten gespannt und aufgeregt von der Rektorin immer wieder zu den Zuckertüten. Welche war wohl ihre?
Patricks Mutter bemerkte, dass ihr Sohn die Galerie der Zuckertüten genau studierte und plötzlich sein Gesicht zu strahlen anfing. Er hatte auf einer der Zuckertüten den Affen entdeckt und es gab für ihn gar keinen Zweifel: das musste seine Zuckertüte sein.
Als es ans Verteilen ging, blieb er ganz ruhig auf seinem Stuhl sitzen, bis die Rektorin “seine Tüte” hochhob und bevor sie seinen Namen nennen konnte, war er bei ihr und nahm die Tüte in den Arm und küsste seinen Affen. “Aber woher weißt du denn, dass das deine Tüte ist”, fragte die Rektorin etwas irritiert und warf einen kleinen tadelnden Blick zu der Gruppe der wartenden Eltern, “Das sollte aber doch geheim bleiben.” “Das seh ich dem Affen an, der will zu mir!”, sagte Patrick und so war es ja wohl auch.
Die Mutter ist heute noch stolz, dass sie ihrem Sohn so eine Freude hatte machen können und es so genau getroffen hatte.
Affe ist seit 3 Jahren der Freund, Begleiter und Berater ihres Sohnes und manchmal, wenn er auf dem Bett von Patrick sitzt und wartet, bis der von der Schule kommt, streichelt sie ihm übers Fell und sagt zu ihm: “Das haben wir beide gut gemacht damals, nicht wahr?”
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5.2.2010 von admin.
Ergebnisse aus unseren Elterninterviews:
Die engere Verwandtschaft ist der Hauptquell für die Kuscheltierfülle in den Kinderzimmern. Eltern schenken Kuscheltiere oft schon zur Geburt der Kinder. Omas und Tanten überreichen den Kindern bei Anlässen wie Weihnachten und Geburtstag gerne und oft Kuscheltiere.
Onkel und Opas werden dabei eher selten genannt.
Ab und an wandern alte, schon früher geliebte Kuscheltiere durch die Familie, vom Papa zum Kind, von der Tante zum Neffen usf.
Manche Eltern kaufen Kuscheltiere auch zu ihrer eigenen Freude und beglücken dann ihre Kinder mit neuen Kuscheltieren, auch wenn es vom Kind aus gar nicht unbedingt erwartet wird. Aber Kinder nehmen die neuen Freunde gerne in ihre Kuscheltierfamilie auf.
Nicht selten gelangen Kuscheltiere als Urlaubserinnerungen oder Urlaubsgeschenke zu ihren Kindern.
Die Beliebtheit eines Kuscheltieres hängt nicht immer aber durchaus öfter auch vom Spender ab oder vom Anlass für ein Geschenk. Es verbinden sich mit dem Kuscheltier Erinnerungen an einen schönen Urlaub, an die Oma, an ein tolles Weihnachten usf.
Eher selten geht der direkte Wunsch nach einem bestimmten Kuscheltier vom Kind aus. In nur zwei Fällen wurde bei unseren 45 Familien berichtet, dass Kinder ein Kuscheltier irgendwo gesehen hatten und nun alles daran setzten, genau dieses zu bekommen. Einige, natürlich meist ältere Kinder haben sich Kuscheltiere selber gekauft.
Als Lieblinge werden Kuscheltiere von Kindern - aus der vielleicht schon vorhandenen Fülle - etwa ab dem 2. Lebensjahr erwählt.
Das Kuscheltier, das in der Regel - von den Eltern ausgesucht - auf der Zuckertüte zur Einschulung sitzt, hat eine ganz besondere Bedeutung. Nicht selten wird gerade dieses Kuscheltier für das junge Schulkind zum erkorenen Liebling. In unseren Interviews mit Kindern über 6 Jahren ( 28 ) wurde ein Zuckertütenkuscheltier als späteres Lieblingskuscheltier in 5 Fällen erwähnt.
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