Die Mensch-Tier-Beziehung ist voller Lern- und Erfahrungschancen. Die folgenden Beobachtungen treffen analog auch für das Spiel mit Puppen zu.
Auch das Kuscheltier löst im Kind grundsätzlich die Annahme aus, sein Tier brauche seine Fürsorge und seinen Schutz. Viele Kinder gehen sehr sorgfältig, fürsorglich und verantwortungsvoll mit ihren Kuscheltieren um. Das Kind kann mit seinem Kuscheltier Verantwortung und Fürsorge üben und lernen.
Natürlich passiert hier in der Realität nichts, wenn das Kind sein Kuscheltier vernachlässigt. Deswegen entfällt bei Kuscheltieren natürlich auch die Chance, die von Erziehern in der Kind-Tier-Beziehung gesehen wird, dass nämlich das Kind im Umgang mit seinem Tier notwendig Regelmäßigkeit, Verantwortung und Pünktlichkeit erlernt, weil der Schaden, den es sonst seinem Tier zufügt, deutlich für das Kind erkennbar ist. Andererseits hat das aber den Vorteil , dass die Liebe zwischen Kind und Kuscheltier keiner elterlichen Hilfe und Kontrolle bedarf. Somit ist das Kuscheltier wirklich der erste selbständig gewählte Partner des Kindes und das Kind kann diese Beziehung auch aus eigener Kraft und in eigener Regie gestalten und durchhalten.
Im Umgang mit seinem Kuscheltier übt und lernt das Kind das Hineindenken und Verstehen anderer Wesen und nonverbales Kommunizieren, auch wenn die Lebendigkeit seines Partners nur in seiner Phantasie existiert. Die Beziehung eines Kindes zu seinem Kuscheltier ist geprägt von Empathie und Kommunikation.