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Fotos von Kuscheltieren und Menschen mit Kuscheltieren

und Kuscheltierväter

 Die Jungen waren nicht weniger bei der Sache! Wer ein richtiger Kuscheltiervater ist, der kümmert sich!

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Hase hat zuviel Möhren gefressen

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was kann man da machen?

zwei-in-der-teddyklinik.jpgein Patient liegt schon auf dem Untersuchungstisch

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sein kleiner Wal ist traurig, weil er so klein ist

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Teddy bekommt schon mal ein Pflaster

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au weia, da sieht man ja, wo er sich das Bein gebrochen hat!

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und jetzt heißt es, ganz vorsichtig sein!

Kuscheltiermütter

Nicht alle Kinder waren so richtig bei der Sache. Vielleicht kam es für sie zu überraschend oder sie waren nicht wirklich auf dieses Erlebnis eingestellt. Außerdem lenkten die vielen weißen Kittel ein wenig ab und es ging auch manchmal etwas hektisch zu, so dass manches Kind nicht wirklich überlegen konnte, was mit seinem Kuscheltier los war.

Aber für viele Kinder war es eine sehr ernste Angelegenheit:

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Teddy hat da Bauchweh

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erst mal messen

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Mama lauscht der Diagnose

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zwei müssen warten

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endlich richtig verarztet

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behutsam wird der kranke Bär heimgetragen

Teddyklinik an der Helios-Klinik in Erfurt am 2.6.2010

Am Donnerstag war die Teddyklinik in Erfurt: 85 MedizinstudentInnen, 9 Studierende der Sozialpädagogik, 650 Kindergartenkinder und viele, viele Kuscheltiere, Teddys und Puppen …

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Das Wetter spielte mit. Endlich gab es blauen Himmel und warme Sonne.

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Manches Kuscheltier und manche Puppe  hatte es hart getroffen. Die Eltern waren besorgt.

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Erst ging es zum Anamnesegespräch.

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Wiegen, Messen, und das Gespräch mit den Kuscheltiereltern, so ging es  los.

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Manches Kuscheltier musste noch weiter untersucht werden.

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Immer wieder war eine OP nötig – und die Eltern saßen dabei und konnten ihr Kuscheltier beruhigen…

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Beine, Schwänze und Arme wurden liebevoll verbunden.

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In vielen Fällen wurde geröngt. Man wollte schließlich sicher gehen.

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Für zu Hause gab es wichtige Ratschläge, ein Rezept und  für so manches Kuschel auch eine Tapferkeitsmedaille.

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Wer kommt mit zur Teddyklinik?

In vielen Städten Deutschlands finden alljährlich in den großen Universitätskliniken sogenannte „Teddykliniken“ statt.

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Studierende der Medizin versorgen einen ganzen Tag lang – als Ärzte gekleidet und mit  dem gesamten medizinischen Equipment ausgestattet, das eine Arztpraxis und ein Krankenhaus hergibt –  kranke Kuscheltiere, Teddys und Puppen . Die werden von ihren Müttern und Vätern vorgestellt und liebevoll durch die Prozedur begleitet. Meist sind es Kindergartenkinder aus den Einrichtungen der Stadt. Viele Kinder kommen auch alleine und auf eigenen Antrieb.

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Die Sorgen der Kuscheltier-Eltern sind groß und vielfältig. Kuscheltiere können alle Krankheiten bekommen, die auch Kinder haben können und noch viel mehr dazu. Da kam einmal eine Krake, die war mit ihrem Fahrrad über einen ihrer Fangarme gefahren. Ein Eisbär hatte Angst vor Schnee. Ein Häschen naschte immer wieder unerlaubter Weise an der Pizza seiner Besitzerin – was auf für Hasen untypische Gelüste hinweist.  Aber die Tiere haben auch Schnupfen, Keuchhusten, Masern und Windpocken, gebrochene Beine oder Verbrennungen, Kopfweh oder Bauchschmerzen.

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Die jungen ÄrztInnen tuen was sie können. Erst wird das Krankheitsbild aufgenommen und der Patient gemessen und gewogen und gründlich untersucht. Manchmal gibt es nur einen Rat oder ein Rezept, andermal muss Teddy zum Röntgen, es wird gespritzt und geimpft oder das  arme Tier  wird sogar an Ort und Stelle operiert.

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Teddykliniken sind immer ein großer Erfolg. Ziel ist es, auf diese Weise Kindern Wissen über Krankheiten und ihre Ursachen zu vermitteln und ihnen die Angst vor dem Arzt oder dem Krankenhaus zu nehmen. Den jungen Medizinen macht das Ganze einen riesigen Spaß. Manche bleiben alljährlich dabei, auch wenn sie schon im 10 Semester sind.

In diesem Jahr wird eine StudentInnengruppe meiner FH an der Teddyklinik im den Helios-Klinikum in Erfurt mitmachen. Prof. Dr. Sauerbrey hat uns freundlicherweise eingeladen teilzunehmen und bei dieser Gelegenheit Beobachtungen zu machen über den Umgang der Kinder mit ihren kranken Lieblingen. Wir werden als ArztassistentInnen ausgewiesen, in grüne Sachen gesteckt und führen bei den Anamnesen das Protokoll.

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Am 3. Juni steigt das Ereignis. Vorher freilich erarbeiten sich die Studenten noch die notwendigen fachlichen Hintergründe und entwickeln interessante, kindgemäße Fragen.
Zwei männliche Studenten sind dabei, die ehrlich zugegeben haben, dass sie heute nicht mehr wissen, wo ihr altes Lieblingskuscheltier ist. Ich nehme an, am 4. Juni werden sie sich spätestens auf die Suche danach machen.

für Eric, den Vater aller Kuscheltiere

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Eric ist 13 Jahre alt. Eric hat  eine ganze Reihe Kuscheltiere, den Kuschel natürlich, den Tiger, den Elch und viele andere. Alle liebt er, alle haben es gut bei ihm. Wenn er manchmal mit ansehen muss, wie seine Freunde nachlässig und unsanft mit ihren Kuscheltieren umgehen, bedrückt ihn das. Am liebsten würde er zu ihnen sagen: „Gebt sie doch alle mir, bei mir haben sie es besser“.

Eines Tages im Frühherbst sah Eric hinten im Hof  des Häuserblocks auf einer Bank einsam und verlassen ein braun-rotes Kuscheltier sitzen. Der Kuschelthund war wohl von irgendeinem Kind vergessen worden. Die Mutter konnte Eric nur mit viel Überzeugungskraft davon abhalten, den Stoffhund herein zu holen und sich um das Findelkind zu kümmern. „Den hat ein Kind vergessen und sobald es das merkt, wird es kommen, um seinen Hund wieder abzuholen!“, versicherte die Mutter.

Es geschah aber nichts. Schließlich willigte die Mutter ein, dass Eric den Plüschhund nach Hause holen könnte, wenn das Kuscheltier auch am übernächsten Abend noch immer da sitzen und warten würde.

Eric hielt es kaum aus. Stundenlang beobachtete er am Nachmittag nach der Schule die Bank im Hof. Es kam niemand. Der Hund saß traurig da. Eric konnte es kaum mitansehen.
Endlich, am zweiten Abend durfte er hingehen und den Kleinen in sein neues zu Hause holen. Dort wird er jetzt genauso geliebt wie alle die anderen.

Der König

diese Geschichte schrieb mir meine Leserin Anika G.:

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Ich liebe Kuscheltiere und habe es immer getan.
Im Oktober 2007 habe ich mein absolutes Wunsch und Wunderkind Nuno geboren. Vor vielen Jahren habe ich von meiner Frauenärztin erfahren, dass ich durch einen genetischen Defekt nicht schwanger werden kann. Mit meiner großen Liebe und meinem jetzigen Freund wurde ich es wie durch ein Wunder doch. Und dieses Wunder sollte natürlich gut aufwachsen und glücklich sein. Ich informierte mich über Schwangerschaften und Kleinkinder, um bestens vorbereitet zu sein und ja alles richtig zu machen. Unter anderem wußte ich aus Zeitungen, dass es für Kinder besonders wichtig ist, ein Schmusetier oder Stofftier zu haben, um besser in den Kindergarten gehen zu können oder als Tröster. Ich habe die schönsten und niedlichsten Tiere gekauft. Und ich dachte, ich sei nun bestens vorbereitet.
Dann, am 22.10.2007 kam Nuno mit 4455 gr auf die Welt und neben seinem Krankenhausbett lag das erste, teure Schmusetuch bereit. Aber Nuno mochte keines seiner Stofftiere. Und Schmusetücher waren einfach „doof“. Ich war verzweifelt. Er brauchte doch einen Begleiter!

Nach etwa drei Monaten hatte ich meinen ersten freien Abend mit meinem Freund und war vorher noch schnell bei Kaufland was einkaufen. Ich schlenderte so durch die Reihen und sah zufällig in der Spielzeugabteilung ein schrilles, rosa farbendes Schmusetuch. Es hatte einen Königskopf und rasselt ein wenig. ‚Rosa‘, dachte ich. ‚Warum nicht? Dann bekommst du als Junge eben ein rosa Schmusetuch‘.
Ich fand dieses Tuch eigentlich ziemlich häßlich. Aber 3,99 € war nicht viel Geld und so ging ich damit zur Kasse. Dass dieses Schmusetuch so wertvoll werden würde für unsere ganze Familie, ahnte ich in diesem Moment natürlich nicht.
Am nächsten Tag zeigte ich meinem Nuno dieses Tuch und zu meiner Überraschung  juchzte er vor Begeisterung. Ich legte es ihm auf dem Bauch und er quietschte und freute sich. Seit dem sind die beiden unzertrennlich.

nuno-und-konig-7.JPG Ich ging eine Woche später noch mal zu Kaufland und kaufte den König gleich noch einmal. Man kann ja nie wissen.
Ein dreiviertel Jahr war der erste König bei uns. Er war mit im Urlaub, im Krankenhaus und ohne ihn einzuschlafen, war für Nuno undenkbar. Als er verloren ging, habe ich,  die Mama, sehr geweint und mir große Vorwürfe gemacht. Ich habe Flugblätter gemalt und in der ganzen Potsdamer Stadt aufgehängt, leider ohne Erfolg.
Da habe ich schließlich den Ersatzkönig  herausgeholt, ordentlich in Sand und Dreck gewälzt und meinem Sohn als den alten, wiedergefundenen König präsentiert. Zum Glück hat es geklappt!

Mein Nuno liebt seinen Schmusekönig. Der ist heute der tapferer Begleiter im Kindergarten. Nuno ist jetzt zweieinhalb und alle unsere Freunde kennen den König und  wissen genau, wie wichtig er für Nuno ist. Nuno und der König reden im Bett miteinander und Nuno kann seit zwei Monaten auch „König“ sagen. Ich bin glücklich, dass mein Sohn so einen treuen Freund hat. Und in seinem Zimmer sitzen noch fünf Ersatzfreunde vom König, die alle mal zum Kaffee vorbei kommen, falls der Liebste in die Waschmaschine zum Karussell Fahren muß.

Und wenn ich abends im Bett liege, dann höre ich  manchmal die Rassel vom König. Dann weiß ich, dass es meinem Schatz gut geht und er nur ordentlich seinen König gedrückt hat.

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Fridtjof Nansen – als Kuscheltier

So heißt der Traditionssegler,  img_5206.JPG

auf dem meine Tochter ihr Praktikum gemacht hat und auf dem sie auch dieses Jahr wieder gesegelt ist. Fridtjof Nansen  (F. N.) war ein Polarforscher, nach ihm ist das Schiff benannt. Seit diesem Sommer gibt es ein Maskottchen auf diesem Schiff, ein zotteliger blonder Bär, ebenfalls Fridtjof Nansen genannt, den meine Tochter

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selber genäht hat

und der jetzt mit diesem Schiff und seiner Mannschaft auf der Ostsee herum schippern

darf.

Hier eine kleine Bildershow, die einen Eindruck von seinem verantwortungsvollen und anstrengenden Arbeitstag auf dem Dreimaster erzählt.

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F. N.  auf Posten.

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F. N. bei der Kontrolle der Sicherungssysteme,

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F. N. betätigt die Ankerglocke,

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F. N. bei wichtigen Navigationsaufgaben

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und im Maschinenraum.

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Ohne Kommunikation geht es auch hier nicht.

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F. N. klettert in den Wanden.

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Und schließlich nach getaner Arbeit und viel frischer Ostseeluft schläft er tief auf dem Hochboden.


Pause beendet – es geht weiter

Aus verschiedenen Gründen hatte ich diesen Sommer keine Zeit für mein Kuscheltierblog.

Das heißt nicht, dass etwa nichts passiert wäre in Sachen Kuscheltierforschung.

Zum einen möchte ich meinen neuen Assistenten vorstellen, einen frisch gebackenen Dr. Teddy, der mir neulich auf dem Flohmarkt am Mauerpark in Berlin zugelaufen ist.

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Außerdem liegen mir inzwischen 45 ausführliche Gesprächsprotokolle mit Müttern oder Vätern vor über die Frage, welche Rolle Kuscheltiere in ihrem Familienalltag spielen.
Das sind viele, viele Seiten spannender Stoff.  Eine richtige wissenschaftliche Auswertung braucht ihre Zeit. Aber ich habe mich schon intensiv mit dem Material befasst und kann zumindest soviel sagen:

  • Die Trends, die in meinen vorigen Untersuchungen heraus gekommen waren und über die ich hier schon berichtet habe, werden weitgehend bestätigt.
  • Es gibt eine Fülle von neuen lustigen oder auch traurigen Geschichten aus dem Leben mit Kuscheltieren, die ich hier erzählen werde.
  • Es haben sich außerdem  neue Aspekte, Fragen oder Hypothesen ergeben, die die Antworten und Erzählungen der Eltern  angestoßen und für die sie mir konkrete, anschauliche Beispiele und Belege geliefert haben. Auch hierüber werde ich in den kommenden Monaten berichten.

Aber nicht zu vergessen:
Ganz herzlichen Dank an all die, die mir ermutigende und begeisterte mails geschickt haben zu diesem Blog. Das hat mich natürlich sehr gefreut. Ich hoffe, meine Beiträge werden auch weiterhin für viele interessant und auch ein bisschen amüsant sein.

Bayernbär und Jodelie

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Es gibt Situationen im Leben von Eltern, wo sie – um ihrem Kind eine Freude zu machen – freiwillig die Grenzen ihrer eigenen Geschmackstoleranz überschreiten.

Hier sind zwei Beispiele.
Bayernbär kam zu uns, als meine Jüngste mit 10 Jahren ganz alleine zur Kur an die Ostsee gefahren war und ich ihre von Heimweh geschüttelte Stimme an Telefon nicht mehr so recht aushalten konnte. Es wurde ein neuer, wirkungsvoller Tröster gesucht und gefunden. Bayernbär kam nach der Kur natürlich mit nach Hause und erfreute sich lange Zeit großer Beliebtheit bei meiner Tochter (und einer gewissen Hochachtung bei ihrem älteren Bruder, der damals noch Bayern-Fan war).
Jodelie entdeckten wir irgendwann zufällig bei einem Einkauf und fanden sein Jodeln witzig. Als wir seine liebliche Jodelstimme danach Wochen lang und immer wieder hören durften und mussten (schließlich hatten wir Jodelie ja selber geschenkt), fanden wir das nicht mehr so lustig. Aber eines Tages war dann die Batterie leer… Oder war es anders? Und Jodelie verlor  an Attraktivität und wanderte zurück in die große Gruppe der nicht mehr so aktuellen Kuscheltiere. Als wir vor kurzem den Sack 1. Wahl öffneten, in dem meine heute erwachsene Jüngste auf meinem Boden ihre wichtigsten Kuscheltiere geparkt hat, konnte er es wieder und es fuhr mir ein kleiner Erinnerungsschock durch die Glieder.
Der Sack wurde auf Motten kontrolliert, neu gepackt und versiegelt und nun muss Jodelie mit all den anderen wieder warten. Wer weiß, für wen er noch mal jodeln darf?!