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21.2.2010 von admin.
Ergebnisse aus unseren Elterninterviews:
Wie sieht das Beziehungsgefüge Kind-Kuscheltier-Eltern aus?
Teilt das Kind sein Kuscheltier mit den Eltern? Bezieht es die Eltern mit ein? Fühlen Eltern sich für die Kuscheltiere ihrer Kinder zuständig? Mögen sie sie? Was sind Kuscheltiere in den Augen der Eltern: Spielgefährten ihrer Kinder, Familienmitglieder oder nur Dreckfänger?
Dieses Thema kann in verschiedenen Aspekten beantwortet werden:
Welche Funktionen haben die Eltern im Bezug auf die Kuscheltiere aus Sicht ihrer Kinder
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Wie sehen die Eltern ihre eigene Funktion im Bezug auf die Kuscheltiere ?
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Welche Haltungen haben Eltern gegenüber den Kuscheltieren ihrer Kinder?
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Werden die Kuscheltiere in den Familienalltag eingebunden?
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Zusammengefasst :
In den meisten Fällen werden die Kuscheltiere auch von den Eltern respektiert und in Teile des Tagesablaufes einbezogen. Die meisten Eltern stehen den Kuscheltieren positiv gegenüber. Kinder erwarten von den Eltern, dass diese das Kuscheltier beachten und seine Bedeutung respektieren. Die meisten Kinder sind daran interessiert, dass die Eltern ihre Kuscheltiere auch liebhaben. Nur wenige Kidner betrachten ihre Kuscheltiere als Wesen, die exklusiv nur zu ihnen Kontakt haben sollen.
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13.2.2010 von admin.
Ergebnisse aus unseren Elterninterviews:
Hatten die Eltern selber Kuscheltier-Beziehungen?
Für eine große Anzahl der Befragten (20 von 46) bestand in ihrer eigenen Kindheit ebenfalls eine intensive Kuscheltier- Beziehung. Vier mal hatten Eltern allerdings intensivere Beziehungen zu Puppen als zu Kuscheltieren.Für 18 Eltern(paare) entsprechen die Kuscheltierbeziehungen ihrer Kinder den eigenen Erfahrungen mit Kuscheltieren in ihrer Kindheit.
6 Eltern(paare) haben den Eindruck, dass die Beziehung ihrer Kinder zu ihren Kuscheltieren intensiver ist als sie es bei ihnen selber war.
Nur in einem Fall waren die Eltern der Meinung, die Beziehung zu ihren eigenen Kuscheltieren sei intensiver gewesen als es jetzt die Beziehung ihrer Kinder zu Kuscheltieren ist.
Die eigenen Erfahrungen der Eltern spielen offenbar eine wichtige Rolle für das Interesse der Kinder an Kuscheltieren. Aber sie sind nicht allein ausschlaggebend. Es gibt durchaus Kinder, bei denen sich auch dann eine intensive Beziehung zu einem Kuscheltier entwickelt, wenn die Eltern eine solche Beziehung nicht selber erfahren haben, ihr aber positiv gegenüber stehen.
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5.2.2010 von admin.
Ergebnisse aus unseren Elterninterviews:
Die engere Verwandtschaft ist der Hauptquell für die Kuscheltierfülle in den Kinderzimmern. Eltern schenken Kuscheltiere oft schon zur Geburt der Kinder. Omas und Tanten überreichen den Kindern bei Anlässen wie Weihnachten und Geburtstag gerne und oft Kuscheltiere.
Onkel und Opas werden dabei eher selten genannt.
Ab und an wandern alte, schon früher geliebte Kuscheltiere durch die Familie, vom Papa zum Kind, von der Tante zum Neffen usf.
Manche Eltern kaufen Kuscheltiere auch zu ihrer eigenen Freude und beglücken dann ihre Kinder mit neuen Kuscheltieren, auch wenn es vom Kind aus gar nicht unbedingt erwartet wird. Aber Kinder nehmen die neuen Freunde gerne in ihre Kuscheltierfamilie auf.
Nicht selten gelangen Kuscheltiere als Urlaubserinnerungen oder Urlaubsgeschenke zu ihren Kindern.
Die Beliebtheit eines Kuscheltieres hängt nicht immer aber durchaus öfter auch vom Spender ab oder vom Anlass für ein Geschenk. Es verbinden sich mit dem Kuscheltier Erinnerungen an einen schönen Urlaub, an die Oma, an ein tolles Weihnachten usf.
Eher selten geht der direkte Wunsch nach einem bestimmten Kuscheltier vom Kind aus. In nur zwei Fällen wurde bei unseren 45 Familien berichtet, dass Kinder ein Kuscheltier irgendwo gesehen hatten und nun alles daran setzten, genau dieses zu bekommen. Einige, natürlich meist ältere Kinder haben sich Kuscheltiere selber gekauft.
Als Lieblinge werden Kuscheltiere von Kindern - aus der vielleicht schon vorhandenen Fülle - etwa ab dem 2. Lebensjahr erwählt.
Das Kuscheltier, das in der Regel - von den Eltern ausgesucht - auf der Zuckertüte zur Einschulung sitzt, hat eine ganz besondere Bedeutung. Nicht selten wird gerade dieses Kuscheltier für das junge Schulkind zum erkorenen Liebling. In unseren Interviews mit Kindern über 6 Jahren ( 28 ) wurde ein Zuckertütenkuscheltier als späteres Lieblingskuscheltier in 5 Fällen erwähnt.
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18.1.2010 von admin.
Ergebnisse aus unseren Elterninterviews:
Eine Reihe der Eltern zeigen sich skeptisch gegenüber der Fülle an Kuscheltieren, die in den Zimmern und Betten ihrer Kinder herrscht. Sie sprechen von einer “Kuscheltierschwemme” und fürchten, dass Kindern heute weniger in der Lage sein könnten, aus dieser Fülle das für sie wichtige Kuscheltier herauszufinden und eine kontinuierliche Beziehung zu ihm aufzubauen. In ihrer Kindheit, so erzählen sie, war das schon deshalb leichter, weil es gar nicht so viel Auswahl gab.
Wie sieht es also aus bei der Frage nach der engen Beziehung zu einem Lieblingskuscheltier?
Die überwiegende Zahl (67% der Kinder in den interviewten Familien) haben bzw. hatten über längere Zeit nur ein richtig wichtiges Kuscheltier.
4 Kinder dagegen haben keine Lieblingskuscheltiere und 4 Kinder wechseln ihre Lieblinge oft.
Die konkrete Befragung der Eltern nach den Unterschieden der Kuscheltierbeziehung in der eigenen Kindheit (vgl. Frage 10) und der der eigenen Kinder hat gezeigt, dass die heutigen Kinder keineswegs oberflächlichere oder unverbindlichere Kuscheltierbeziehungen eingehen.
Die Befürchtungen und Skepsis vieler Erwachsener, die sich an die heutige Kuscheltierschwemme knüpfen, sind offenbar mehr der Schwierigkeit der Erwachsenen geschuldet, sich in der Konsumfülle zu Recht zu finden. Die Kinder haben damit kaum Schwierigkeiten, sonst würden nicht 85% aus der mehr oder weniger großen Menge ihrer Kuscheltiere (schätzungsweise gibt es so zwischen 10 und 100 Kuscheltieren pro Kind) mit Souveränität das aussuchen können, ddem sie ihr Herz schenken wollen.
Das kleine Mädchen, das sofort merkt, welches – eigentlich für sie nicht wichtige – Kuscheltier die Mutter aus der Gesamtgruppe aller Kuscheltiere entfernt hat, um es zu entsorgen, zeigt, dass die Kinder außerdem über ihre engeren Lieblinge hinaus auch mit dem großen Rest ihrer Kuscheltierfamilie gut zurecht kommen und ein wachsames Auge über sie alle haben können.
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13.1.2010 von admin.
Ergebnisse aus meinen Elterninterviews:.
Die Intensität der Beziehung zu den Kuscheltieren
Bei 59 der Kinder, über die die Eltern in den 45 Familien berichteten, konnten Hinweise auf die Intensität der Beziehungen zu den Kuscheltieren festgehalten werden.
Die Intensität war natürlich nicht immer gleich stark, sie ließ meist ab dem 10 Lebensjahr nach, blieb aber bei vielen bis ins Erwachsenenalter auf einem gewissen Level erhalten.
Folgende Verteilung in 5 identifizierten Intensitätsklassen wurden festgestellt:
Die Mehrheit der Kinder hat zu Kuscheltieren intensive oder mäßig intensive Beziehungen.
Als Anhaltspunkte für die Intensivität einer Kuscheltierbeziehung wurden folgende Aspekte gewertet:
Ein Trennungschmerz war bei fast allen Kindern festzustellen. Jedoch gab es durchaus Kinder, die sich trösten und die von ihren Eltern abgelenkt oder beruhigt werden konnten. Viele aber weinten und waren lange Zeit traurig.
Bei einigen Kindern nahm der Trennungsschmerz geradezu dramatische Formen an und dauerte über Tage bis zu Wochen. Das verlorene oder kaputte Kuscheltier konnte sehr oft durch kein anderes ersetzt werden. Viele Kinder zeigten echte Trauer, Verzweiflung und Verlustschmerzen.
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9.1.2010 von admin.
Ergebnisse aus meinen Elterninterviews:.
Was machen Kinder eigentlich mit ihren Kuscheltieren? Teil 8
Kleine Kinder schleppen ihre(n) Liebling(e) nicht selten ständig mit sich herum
Ein Drittel der Kinder, über die die Eltern in unseren Interviews berichteten, tendiert dazu, das Kuscheltier den ganzen Tag mit sich herumzuschleppen. Dies sind in erster Linie kleinere Kinder.
Bei den anderen Kindern liegt der “Kuscheltiereinsatz” eher am Abend und im Bett und beschränkt sich auf das eigene Zimmer.
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28.12.2009 von admin.
Ergebnisse aus meinen Elterninterviews:.
Was machen Kinder eigentlich mit ihren Kuscheltieren? Teil 7
Kuscheltiere sind für viele Kinder echte Gesprächspartner
Den Kuschels wird erzählt, was es in der Schule gab, ihnen wird das neue Mäppchen gezeigt, mit ihnen wird über das Weihnachtsgeschenk für die Mutter beraten usf.
Etwa ein Viertel der Kinder reden, debattieren, flüstern, reden und erzählen mit ihren Kuscheltieren. Besonders oft scheinen solche Verhaltensweisen bei jüngeren Schulkindern aufzutreten, die ja in besonderem Maße ihre Erlebnisse, die sie jetzt ganz alleine, ohne Eltern, Geschwister und auch ohne Kuscheltier am Morgen gemacht haben, verarbeiten müssen und dies in der Kommunikation mit dem Kuschelfreund tun können.
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22.12.2009 von admin.
Ergebnisse aus meinen Elterninterviews:.
Was machen Kinder eigentlich mit ihren Kuscheltieren? Teil 6
Kuscheltiere sind Seelentröster
Von großer Bedeutung ist das Kuscheltier für die Kinder als Tröster, als Pol der Ruhe und als Wesen, das Angst nehmen kann. Dies wird von etwa einem Drittel der Kinder berichtet. Im älteren Schulalter tritt diese Funktion zurück.
Für Eltern steht diese Funktion übrigens deutlicher im Vordergrund als für die Kinder selber.
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11.12.2009 von admin.
Ergebnisse aus meinen Elterninterviews:.
Was machen Kinder eigentlich mit ihren Kuscheltieren? Teil 5
Kuscheltiere eigenen sich hervorragend zum Rollenspiel
Besonders die Vorschul- und die jüngeren Schulkinder beziehen ihre Kuscheltiere in Rollenspiele ein. Es gibt unterschiedliche Arten von Rollenspielen:
Rollenspiele werden oft auch zusammen mit anderen Kindern oder Familienmitgliedern gespielt. Bei diesen Tätigkeiten kann man am ehesten vom Spielen mit dem Kuscheltier sprechen.
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6.12.2009 von admin.
Ergebnisse aus meinen Elterninterviews:.
Was machen Kinder eigentlich mit ihren Kuscheltieren? Teil 4
Respektvoller und fürsorglicher Umgang mit kleinen Persönlichkeiten
Tätigkeiten mit dem Kuscheltier, die zum Ausdruck bringen, dass das Kuscheltier vom Kind als eigenständige Person gesehen wird (also nicht als irgendein Gegenstand), sind an vierter Stelle zu nennen. Diese Kategorie ist weniger altersabhängig und wird immerhin in einem Drittel aller Fälle von den Eltern berichtet.
Der oben schon beschriebene zärtliche, rücksichtsvolle Umgang ist ein solcher Hinweis. Nur ganz selten wird davon berichtet, dass Kinder ihre Kuscheltiere rumwerfen oder ihren Ärger an ihnen auslassen. Kuscheltiere dürfen weder dreckig werden noch darf man auf sie treten.
Des Weiteren behandeln viele Kinder, ihre Kuscheltiere als Individuen: sie geben ihnen Namen, sie kennen sie und können sie - oft zum Erstaunen der Eltern - immer auseinander halten oder es fällt ihnen sofort auf, wenn eines fehlt. Sie geben ihnen Charaktereigenschaften und unterschiedliche Stimmen und verlangen auch von der Familie, solche individuellen Merkmale ihrer Kuschels zu respektieren und zu behalten.
Kinder machen sich um ihre Kuscheltiere echte Sorgen und sind um sie und ihr Wohlergehen bemüht: Sie setzen sie aufrecht hin, damit sie etwas sehen können. Sie bringen sie morgens ins Bett und decken sie zu, damit ihnen nichts zustößt, bis sie zurück sind. Sie können es nicht ertragen, wenn ihre Kuscheltiere nachts im kalten Auto liegen bleiben müssen und fürchten, dass die Kuscheltiere Angst haben oder frieren könnten.
Kuscheltiere dürfen nie weggeworfen oder ausrangiert werden. Sie haben in den den Augen der Kinder, auch wenn sie vielleicht nicht mehr in der besonderen Gunst des Kindes stehen sollten, immer ein Recht darauf, einen Altersruheplatz auf dem Schrank oder zumindest auf dem Dachboden zu bekommen.
Manche Kinder bemühen sich darum, alle Kuscheltiere gerecht und gleich zu behandeln, überlegen z.B. wer schon lange nicht mehr mit im Bett war oder wer noch nie mit bei der Oma gewesen ist.
Sie gehen mit ihren Kuschels um wie mit respektablen Freunden, die man achtet und auf die man nichts kommen lässt.
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